Nachtsichtgeräte - Die professionelle Alternative für Jäger und Outdoorbegeisterte

by Carlos
3 Minuten
Nachtsichtgeräte - Die professionelle Alternative für Jäger und Outdoorbegeisterte

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So funktioniert ein Nachtsichtgerät

Bestimmt hat jeder schon einmal in einem Film ein Nachtsichtgerät gesehen. Meist eingesetzt in Spionage- und Actionfilmen nutzt der Held dieses Hilfsmittel, um bei Dunkelheit sehen zu können, ohne selbst gesehen zu werden.

Die Funktionsweise von einem Nachtsichtgerät ist recht einfach. Die Technik ist mittlerweile auch bald ein Jahrhundert alt und wurde bereits während des 2. Weltkriegs eingesetzt.

Von technischer Seite hat sich seitdem allerdings einiges getan. Die erste Generation der Nachtsichtgeräte nutzte aktive Lichtquellen, die vom menschlichen Auge nicht gesehen wurden. Das Infrarotlicht wurde nur vom Nachtsichtgerät erkannt. Somit kann die Umgebung ausgeleuchtet werden, ein Mensch erkennt diese Lichtquelle allerdings nicht.

Nachfolgende Generationen nutzen das Prinzip des Restlichtverstärkers. Diese benötigt keine zusätzliche aktive Lichtquelle, sondern nutzt zur Sichtbarmachung das vorhandene Licht, etwa vom Mond oder Sternen. Bei Bedarf kann eine schwache IR-Lichtquelle eingeschaltet werden, die vor allem in geschlossenen Räumen genutzt werden kann.

Das technische Prinzip ist aber bei allen Generationen gleich. Die Lichtteilchen (Photonen) treffen auf eine empfindliche Oberfläche und werden verstärkt wieder gegeben. Die Technik nutzte über viele Jahrzehnte optische Bildwandler, diese werden aber gerade im low-end Bereich nach und nach durch elektronische Technik ersetzt.

Wer braucht ein Nachtsichtgerät?

Vor allem das Militär nutzt Nachtsichtgeräte. Diese sind in verschiedenen Bauformen erhältlich: Ähnlich einem Fernglas werden Binokulare oder Monokulare verwendet. Nachtsichtbrillen erlauben es, die Hände während der Beobachtung freizulassen. Aufsätze für Gewehre erlauben es, in der Dunkelheit Ziele zu erkennen. Militärische Fahrzeuge sind oft mit fest eingebauten Nachtsichtgeräten ausgestattet, die oftmals deutlich leistungsfähiger sind, als deren mobile Pendants.

Im zivilen Bereich haben sind Zielgruppen vor allem Jäger und Outdoorbegeisterte, auch private Wachdienste nutzen diese Art der Beobachtung für deren Objektschutz.

Nachtsichtgerät kaufen - Darauf sollten Sie achten

Die Preisspanne von Nachtsichtgeräten geht von etwa 200,- EUR bis weit über 10.000,- EUR. Deshalb sollte man sich zunächst überlegen, welchen Anwendungsfall man mit dem Nachtsichtgerät abdecken möchte. Wer nur ein wenig mit der Technik herumspielen oder den heimischen Garten bei Nacht einsehen möchte, um zum Beispiel Tiere zu beobachten, der kommt mit einem günstigen Gerät recht weit. Ein Soldat, dessen Leben davon abhängt, ob das Nachtsichtgerät seinen Dienst verrichtet, tausend Kilometer tief im Feindgebiet, der wird ganz andere Anforderungen haben.

Auch sollte man sich überlegen, ob man eher beobachten oder Tätigkeiten durchführen möchte. Im ersten Fall eignen sich Fernglas-ähnliche Geräte mit Vergrößerung, im zweiten Fall Nachtsichtbrillen ohne Vergrößerung mit Kopfhalterung.

Noch ein Hinweis: Nachtsichtgeräte für Schusswaffen sind in Deutschland verboten. Es gibt durchaus Sonderregeln, mit denen die Jagd mit diesem Zubehör erlaubt ist, aber diese sind nur in bestimmten Fällen (Wildschweinplage, etc.) durch die Behörden freigegeben.